Mittwoch, 1. August 2007

Herzlich Willkommen!

Liebe reiche Araber aus den Golfstaaten.
Schön, daß ihr dieses Jahr wieder den Flug zu uns gefunden habt! Wir freuen uns wie die Schneekönige, wenn ihr in unseren Luxushotels absteigt und ganze Flure für Euch, Eure zahlreichen Kinder und Eure noch zahlreicheren Bediensteten mietet. Unter uns gesagt ist der Umsatz auf der Maximilianstraße ziemlich zurückgegangen und wenn Eure Frauen nicht mir nichts dir nichts mehrere 100.000€ bei Cartier, Escada, Versace, D&G etc. ließen, dann hätte der Ein oder Andere schon längst auf Esprit, S.Oliver und dergleichen umsatteln müssen, um neben dem gemeinen Durchschnittsdeutschen auch den gemeinen Durchschnittsaraber zu bedienen, der hier seit Jahrzehnten unter uns schläft lebt. Eure "dezent verhüllten" Frauen sind uns im Übrigen sehr willkommen! Schließlich möchten sie an unseren Schulen keine französische Grammatik oder e-Funktionen lehren. Das ginge natürlich nicht. Und schert Euch nicht um Beckstein und Co.! Die Diskussionen um die Integration, die eigentlich eine Assimilation sein soll, die betrifft Euch nicht. Da machen wir es lieber andersrum und passen hier alles an euch an. Wir dekorieren das Hotel um und lassen die Weinbar verschwinden. Alles kein Problem! Genug der Worte, hinein in die Designerläden: O'zapft is!

Euer Freistaat Bayern

Kommentare:

Anna hat gesagt…

Dazu hab ich gestern abend einen Bericht im Fernsehen gesehen. Ich hatte ja keine Ahnung, welche Ausmaße dieser Golfstaaten-Tourismus in München hat! Ist schon irgendwie klar, dass die Kopftücher und Schleier dieser wohlbetuchten Touristinnen kein Problem darstellen ...

eine Familie wie andere auch hat gesagt…

Wenn der Rubel rollt, gelten andere Gesetze! Aber das ist schon kein Tourismus mehr, sondern die reinste Idiotie. Oder bin ich zu gewöhnlich, um zu verstehen, weshalb man für ein paar Urlaubswochen die eigene Küche einfliegen muss? Daß der Koch unverzichtbar ist, ok..., aber die Küche???