Heute ist ein guter Tag zum
entkryptisieren. Spannend war es, die verschiedenen Mutmaßungen aus dem Bekanntenkreis mitzuverfolgen. Ganz schnell teilte sich das Lager in zwei Hälften. Die eine Hälfte glaubte einen Berufswechsel des Gatten und ein damit einhergehender Umzug nach
Hinterbuxtehude wären der Grund meiner "Verstimmung". Euch sei gesagt: dem ist nicht so. Das wäre ja auch viel zu harmlos, da nicht vollkommen und definitiv unabänderlich. Über einen Umzug hätte man ja sprechen können und gegebenenfalls den
status quo einfach beibehalten können. Die zweite Gruppe ahnte, daß eine Schwangerschaft dahinter stecken könnte. Congratulations! Das ist zumindest halb richtig. Aber eben nur halb. Meine Familienplanung sah eigentlich schon immer drei Kinder vor, zwei sind zu wenig, vier jenseits
von Gut und Böse meiner Fähigkeiten. Und um zu verstehen, wie sehr mich die Nachricht, auf die ich dann gleich zu sprechen komme, schockiert, umgeworfen, ja völlig aus dem Konzept gebracht hat, muß man wissen, daß ich ein Kontrollfreak bin. Das, gepaart mit
ein bißchen Herrschsucht. Bei mir läuft (natürlich nur fast) alles nach Plan. Ich bin bis in kleinste Detail perfekt durchorganisiert. Ich plane ALLES (als Beispiel: bereits 2004 während der Schwangerschaft mit Kind Nr. 1 legte ich mir einen Plan zurecht, wann am besten (mit Monatsangabe!) die beiden anderen Kinder das Licht der Welt erblicken sollten)! Natürlich weiß ich, daß man im Großen und Ganzen flexibel bleiben muß, aber diese Macke ist bei mir schon sehr ausgeprägt.
So, ich höre jetzt auf um den heißen Brei herumzreden und sage es rundheraus: mit unserem Baby Nr. 3 ist etwas nicht in Ordnung.
Ich glaube man nennt es Scheu oder Schüchternheit.
Es kommt nämlich nicht ALLEIN, sondern bringt auch noch Nr. 4 mit. Gott steh uns bei...